Biographie

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Der Künstler Gaetano Fiore

Gaetano Fiore ist Dozent für multimediale Planung am Istituto Statale d'Istruzione Secondaria Zenale e Butinone in Treviglio (BG), wo er mit seiner Frau Elisabetta Vitiello und den Kindern Federica und Marco lebt. Er wurde in San Giorgio a Cremano (NA) geboren und besuchte die Accademia di Belle Arti in Neapel und schloss sein Szenografiestudium mit einer Inszenierung von „Trommeln in der Nacht“ von Bertolt Brecht. Seit 1979 schuf er die Bühnenbilder für einige Aufführungen der Avantgarde-Theatergruppe Libera Scena Ensemble unter der Leitung von Gennaro Vitiello. Diese Erfahrung war für seine Ausbildung von entscheidender Bedeutung und prägte seine gesamte zukünftige künstlerische Produktion.

In den 80er Jahren findet Fiore zu einem ersten malerischen Ausdruck, indem er die Wirklichkeit in eine faszinierende und surreale Vision der Welt verwandelt. Er malt Bilder, die beinah übergehen mit kleinen und großen Formen in Landschaften unter Wasser und zur Erde. 1987 hat er seine erste Einzelausstellung in Paris. Parallel verfolgt er seine Karriere als Maler und Bühnenbildner für die Inszenierungen von Pasquale De Cristofaro im Teatro Nuovo in Salerno und für die Theatergruppe Il Globo aus Rom.

1990 beginnt Fiore eine sorgfältige Untersuchung über die Abstraktion, die sich auf eine analytische Studie der reinen Formen konzentriert, indem er sich ideell auf Hans Arp und Alberto Magnelli beruft. 1996 lernt er Paolo Puppa kennen, der für ihn erhellende, kritische Texte verfasst und mit dem er eine dauerhafte freundschaftliche Beziehung beginnt, die auch auf der gemeinsamen Leidenschaft für das Theater und dessen expressiver Sprache beruht. 1997 besucht er Salvatore Emblema, der einen radikalen Einfluss auf sein Verständnis der Malerei haben sollte: seit dieser Begegnung werden die Werke Fiores zunehmend strenger und grundsätzlicher, zudem wird der Prozess der Abstraktion natürlicher Formen (große und kleine Bäume, Baumstämme, Äste, Wälder) immer raffinierter hinsichtlich der räumlichen Verwendung der Farbe, in einer emotionalen Dialektik zwischen Licht und Transparenz.

Der fruchtbare Briefwechsel mit dem Musiker Bill Dixon führt ihn zu einer Vertiefung seiner persönlichen ästhetischen Recherche zum Thema der totalen Malerei. Andrea Petrai, der bereits mehrfach über die Malerei Fiores geschrieben und zudem einige seiner Ausstellungen präsentiert hat, fasst dies so zusammen:

„Die Farben seiner Arbeiten breiten sich auf großen Leinwänden graduell aus, nach dem glatten und geduldigen Auftrag, in gesättigten Molekülen, die einen zentralen architektonischen Raum definieren. Die Farbe ist immanent, total, enigmatisch. Das Gewebe absorbiert das Licht und vibriert gefährlich durch die kaum wahrnehmbaren Lichtreflexe des Grundgewebes.“

Ausstellungen

Zu seinen bedeutendsten Ausstellungen zählen „Gaetano Fiore oder Die Geschichte von zwei Lebenserfahrungen“ (1998) im Kulturforum Bürgersaal, Bad Merghentheim; „Beseelte Zauberwelten“ (2000) im Joseph Greising Saal der Barockhäuser, Würzburg; die Gemeinschaftsausstellung „L’albero e il quadrato“ (2008) in Bormes-les-Mimosas im Musée d’Arts et d’Histoire, Côte d’Azur; „Pittura in ascolto, attesa del colore“ (2010), ein Tribut an den großen Jazzmusiker Bill Dixon, in der Torre di San Vincenzo (LI); „La luce del suono“ (2012) im SpazioD von Lecco.

In der Ausstellung Stimmen in Farbe in Museum am Dom zu W├╝rzburg (2015) unternimmt Gaetano Fiore eine malerische Analyse der Produktion von arazzi su tela, icone und polittici, in der er die Verbindung zwischen Literatur und Malerei untersucht, wobei er sich maßgeblich auf die Poetik von Rainer Maria Rilke bezieht.

Weitere Einzel- und Gruppenausstellungen:

Weiteres:

Interview All About Jazz Italia, „Quando arte e jazz s’incontrano“ von Libero Farnè, Bologna (2011); Herstellung von Alberi amanti, Essedi, Genova (2011) in limitiertem Siebdruckverfahren; Alberi amanti Nr.03 von 2009, Titelblatt-Illustration von Cronache Venete von Paolo Puppa, Titivillus (2012); Icon no. 2 (2013), grafische Gestaltung der CD des Interactions Quartet des Musikers Andrew Raffo Dewar; Publikation von Alberi crescono in acqua, PressUp Nepi (VT) (2014) in 100 Exemplaren.

Zahlreiche Werke von Fiore finden sich in bekannten öffentlichen und privaten Sammlungen, sowie in Museen in Italien und im Ausland.

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